Eiserne Hochzeit

Wernigerode, 12. März 2017

Bereits 10 Wochen nach dem gemeinsamen Neujahrsgottesdienst für die Gemeinden Wernigerode, Elbingerode und Ilsenburg, diente Apostel Jens Korbien den drei Gemeinden erneut am 12. März in der Liebfrauenkirche in Wernigerode. Freudiger Anlass des Besuchs war die Eiserne Hochzeit der Geschwister Ilse und Ewald Keil. Dem Gottesdienst lag das Wort aus Lukas 6, Vers 47 und 48 zugrunde: „Wer zu mir kommt und hört meine Rede und tut sie – ich will euch zeigen, wem er gleicht. Er gleicht einem Menschen, der ein Haus baute und grub tief und legte den Grund auf Fels. Als aber eine Wasserflut kam, da riss der Strom an dem Haus und konnte es nicht bewegen; denn es war gut gebaut."

Bezugnehmend auf das Bibelwort skizzierte der Apostel das Leben eines Menschen als ein Haus mit tragenden Säulen. Unsere Gesundheit kann als eine dieser Säulen betrachtet werden. Ist sie gegeben bzw. belastbar, sind wir im Stande unser Leben zu meistern. Eine weitere Säule ist das natürliche Auskommen. Es ist jedem zu wünschen, im Rahmen seiner Möglichkeiten darin eine tragfähige Säule in seinem Leben zu haben. Als dritte Säule bezeichnete der Apostel unsere zwischenmenschlichen Beziehungen, insbesondere die Ehe und Familie.

Diese drei Säulen unseres Lebens machen deutlich, dass es darin bei jedem Einzelnen Unterschiede gibt und jede dieser Säulen Veränderungen, Umbrüchen und der Vergänglichkeit unterliegen. Mit Blick auf das Eiserne Paar sei es nur wenigen vergönnt, so viele gemeinsame Ehejahre erleben zu können. Gerade denen, deren Leben eher weniger von den bisherigen Säulen getragen wird, sei die vierte - die Beziehung zu Gott - Trost und Stärke. Wenn sie die alles entscheidende und tragfähigste Säule unseres Lebens ist, kann sie die Schwächen der übrigen Säulen auffangen. Damit verändere sich auch der Blickwinkel von einem rein irdischen Leben hin zu einem geistigen und ewigen Leben. So getragen möge unser Lebensgebäude auf Fels und damit auf Jesus Christus gegründet sein. Die unmittelbare Verbindung mit dem Felsen möge in der direkten Verbindung mit Jesus Christus spürbar sein, auf welchem sich unser Heil gründet.

Dem Jubelpaar widmete der Apostel zur Segensspendung das Wort aus Sirach 34, Vers 19 und 20:
Die Augen des Herrn sehen auf die, die ihn lieb haben. Er ist ein gewaltiger Schild, eine starke Stütze, ein Schutz gegen die Hitze, ein schützendes Dach am heißen Mittag, er bewahrt vor dem Straucheln, er hilft vor dem Fall; er erfreut das Herz und macht das Angesicht fröhlich und gibt Gesundheit, Leben und Segen.

SJ / GJo

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