Neujahrgottesdienst 2017 mit Apostel Jens Korbien

Wernigerode, Liebfrauenkirche, 01. Januar 2017

Zum ersten Mal kamen am Neujahrsmorgen die Geschwister der Gemeinden Wernigerode, Elbingerode und Ilsenburg während der Bauphase in der Liebfrauenkirche Wernigerode zusammen. Knapp 200 Geschwister besetzten die Bänke der altehrwürdigen Kirche. Grund des gemeinsamen Gottesdienstes der drei Gemeinden war der Besuch des Apostels Korbien. Dieser legte dem Gottesdienst das Bibelwort und gleichzeitige Motto für das Jahr 2017 aus Philipper 4, Vers 20 zugrunde: „Gott aber, unserm Vater, sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.“

Gleich zu Beginn nahm der Apostel Bezug auf die Liebfrauenkirche als historische Stätte, an welcher bereits seit dem Jahre 1230, also vielen hundert Jahren, Gott die Ehre gegeben wird.

Zunächst benannte der Apostel die Ehrerbietung Gottes als eine wesentliche Aufgabe der Kirche Christi, neben der Aufgabe, den Menschen das Heil nahezubringen. Letztere wird dann beendet sein, wenn das Heil verwirklicht wird, die Aufgabe, Gott zu loben und zu preisen, währt jedoch von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Mit Blick auf diese Zukunft ergeben sich daraus auch für den Alltag des neuen Jahres konkrete Aufgaben:

Zunächst gilt es, die Größe Gottes zu erkennen - in seiner Schöpfung und seiner Heilsgeschichte. Wir mögen in dem Streben nach Erkenntnis der göttlichen Größe und seines Willens nicht nachlassen. Ein schönes Mittel dazu bestehe im Gebet, an dessen Beginn die Anbetung steht, um sich die Größe Gottes immer wieder bewusst zu machen. Auch wenn wir zu ihm - als unseren himmlischen Vater - ein besonderes Vertrauensverhältnis haben dürfen, bedeutet dies nicht, mit ihm „auf Augenhöhe“ verhandeln zu können. Es gilt, seine Größe, Allmacht und Autorität anzuerkennen. Damit geht einher, sich seinem Willen zu beugen. Mögen wir darin unseren Trost finden, dass wir Gott auch als unseren fürsorgenden Vater ehren, der um unsere Sorgen und Bedürfnisse weiß. Stellen wir darum nicht unsere Sorgen an die erste Stelle, sondern bringen unser Vertrauen zu Gott zum Ausdruck, indem wir ihm Ehre entgegenbringen.

Da wir in unserer Zeit viele Dinge als selbstverständlich betrachten, ist die Aufforderung um so wichtiger, Gott die Ehre zu geben, in dem wir ihm auch für alle Gaben danken.

Gott durch Wort und Tat zu ehren mündet schließlich in der Aufgabe, seine Herrlichkeit zu verkündigen, sodass es durch unseren Wandel im persönlichen Umfeld spürbar wird.

Dieser Wandel äußert sich in der Achtung der göttlichen Schöpfung. Zu dieser gehört der Nächste, gleich welchem Stand und welcher Nationalität, sowie ein sorgsamer Umgang mit der irdischen Schöpfung.

Möge in unserem Umfeld erkennbar sein, dass wir trotz mancher Lasten und Sorgen eine besondere Kraft aus dem Vertrauen zu Gott ziehen und ihm die Ehre geben.

Die Predigt des Apostels wurde durch das Mitdienen des Bezirksältesten Unruh unterstrichen.

Zum Schluss des Gottesdienstes blickte der Apostel auf die im Verlauf des Jahres zu erwartenden Höhepunkte voraus, darunter sein erneuter Besuch bereits im März, vor allem aber der mit dem bevorstehenden Wiederbezug des Kirchengebäudes verbundene Zusammenschluss der Gemeinden Wernigerode, Elbingerode und Ilsenburg in der zweiten Jahreshälfte.

St J / GJ

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